Ein Sparplan heißt: Du legst jeden Monat einen festen Betrag an, zum Beispiel in einen ETF. Weil die Erträge selbst wieder Erträge abwerfen, wächst dein Geld mit der Zeit immer schneller. Am Anfang machen deine Einzahlungen fast alles aus, nach einigen Jahrzehnten ist der Zinseszins oft größer als alles, was du selbst eingezahlt hast. Der Rechner oben zeigt dir genau diesen Moment.
Was ist der Zinseszins?
Deine Erträge werfen selbst wieder Erträge ab. Im ersten Jahr wächst nur das, was du eingezahlt hast. Ab dem zweiten Jahr wächst auch das, was im ersten Jahr dazugekommen ist, und so weiter. Deshalb wird die Kurve mit der Zeit immer steiler.
Welche Rendite ist realistisch?
Das kann niemand vorhersagen. Laut Stiftung Warentest hat der MSCI World, ein Index mit rund 1.300 Unternehmen aus Industrieländern, seit 1970 im Schnitt etwa 8,5 % pro Jahr gebracht, mit heftigen Einbrüchen zwischendurch. Fondskosten, Steuern und schlechte Phasen drücken das, was bei dir ankommt. Wir rechnen deshalb vorsichtiger mit 6 %.
Warum lohnt es sich, früh anzufangen?
Weil Zeit der stärkste Hebel ist. Wer fünf Jahre früher startet, zahlt nur etwas mehr ein, hat am Ende aber oft deutlich mehr, weil die frühen Einzahlungen am längsten wachsen. Der Abschnitt „Warten kostet“ rechnet das für dich aus.
Muss ich auf Gewinne aus ETFs Steuern zahlen?
Ja, auf Gewinne fällt Abgeltungsteuer an: 25 % plus Solidaritätszuschlag. Bei Aktien-ETFs sind 30 % des Gewinns steuerfrei (Teilfreistellung), und 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr bleiben über den Sparerpauschbetrag steuerfrei. Dafür stellst du bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag. Zusätzlich gibt es jedes Jahr eine kleine Vorabpauschale, die der Rechner nicht abbildet.
Die Informationen auf dieser Seite sind keine Anlageberatung. Stand: Oktober 2026.